... gibt mir echt immer wieder stoff zum grübeln.
ich bin ja schon darauf gefasst gewesen, dass der unterricht schwer wird. meinetwegen auch anspruchsvoller und zeitaufwändiger. aber dass ich vier fächern (mathematik, physik, chemie, französisch) so gut wie nichts verstehe und kaum hausaufgaben machen kann, erstaunt mich dann doch.
interessant ist auch, dass sogar manche lehrer ihres fachs nicht mächtig sind. wenn eine gewisse frau k. nach französischen vokabeln gefragt wird und sie ihr erst von einer freundlichen schülerin vorgesagt werden müssen, finde ich das ja grade noch in ordnung. klar, keinem fällt jedes wort auf anhieb ein. kann passieren. ich bin tolerant. warum sie allerdings (offensichtlich!) falsche grammatik an die tafel schreibt und schüler, die sie höflich zu verbessern versuchten, anmeckert, nur um dann sekunden später den satz selber zu verbessern und sich nicht zu entschuldigen, verstehe ich dann doch weniger.
ebenfalls erstaunlich die reaktion eines mathelehrers auf die probleme seiner klasse. ich zitiere: lehrer: "gibt es fragen? hat jemand was nicht verstanden?" einige leute in der klasse: "*meld* ja!" lehrer: "prima, dann weiter zum nächsten kapitel im lehrplan." ein didaktisch unheimlich kluger schachzug, oder?
nun ja. ich bin ja gott sei dank nicht die einzige, der zur zeit der durchblick durch den urwald der funktionen und graphen fehlt. und vielleicht findet sich ja die eine oder andere nette person, die bereit ist, mir etwas zu helfen. ich bin optimistisch.
und wo wir grade bei optimismus sind, hier gleich ein weiteres thema, über das ich mich auslassen kann: olympia. was waren wir optimistisch, dass die spiele die welt auf die menschenrechtsverletzungen in china aufmerksam machen. boykott hier, kritik da, ein paar wochen vor der spektakulären eröffnungsfeier empörten sich politiker und medien über die methoden chinas, die spiele auszurichten. nun blicke ich auf die vergangenen zwei wochen zurück und denke mir: boykott? kritik?
das war mal. kaum hatten die spiele angefangen, drehte sich alles nur noch um ein thema: gold. wir haben gold. im fechten, im schwimmen, im kanu. hurra, das ist herrlich! und wie viele von diesen sportlern, die vorher über boykott sprachen, haben sich letzten endes beschwert? wie viele haben wirklich kritik geübt? wie viele politiker haben in zeiten des goldrausches an die chinesen gedacht, die ihr hab und gut wegen dem vogelnest verloren haben, oder an die tibeter, die reporter, die trillmethoden der trainer oder geschweige denn darüber gesprochen?
und was passiert dann? kaum sind die spiele vorbei, kommt roland koch an und weint sich über die schrecklichen menschenrechtsverletzungen aus, die man in china auch nach olympia noch immer vorfindet. dazu halte ich jetzt einfach mal meinen mund und denke mir nur meinen teil.
doch eine sache noch: das kotzt mich an.
abgefuckt,
mazenoire