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11. Juli 2011 1 11 /07 /Juli /2011 12:35

Extra für den Herrn Blumenschießer fülle ich hier also endlich den Fragebogen von Max Frisch aus, den er mir hat zukommen lassen. Entschuldige, dass es einige Zeit gedauert hat, aber mein Kopf war einfach voll von Abi, Uni, Kinderfreizeit und anderem.

1. Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?
Ja, ich denke schon.

2. Warum?
Weil mir der Gedanke "Nichts" nicht behagt. Ich finde den Gedanken, dass die ganze Spezies Mensch wegfällt, unheimlich. Außerdem bezieht es sich nur auf meine Bekannten, aber was ist mit den bekannten der Bekannten und deren Bekannten, die noch existieren? Denen ist es in dem Moment vielleicht nicht mehr egal.

3. Wie viele Kinder von Ihnen sind nicht zur Welt gekommen durch Ihren Willen?
Keine.

4. Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Schwer zu sagen, im Endeffekt lernt man aus jeder Begegnung seine Lektion, gerade wenn wie unangenehm war.

5. Wissen Sie sich einer Person gegenüber, die davon nicht zu wissen braucht, Ihrerseits im Unrecht und hassen Sie eher sich selbst oder die Person dafür?
Kein Konflikt, in dem ich bisher wissentlich im Unrecht war, hatte solch gigantische Ausmaße, dass ich jemanden dafür hassen müsste, ebensowenig wie mich selbst.

6. Möchten Sie das absolute Gedächtnis?
Natürlich hinsichtlich bestimmter Sachen, positiver Erinnerungen zum Beispiel, weil die mit der Zeit verblassen und Details verloren gehen. Aber im Allgemeinen nein. Weil ich mich an schlimme Dinge nicht genau erinnern möchte. Würde ich mich jetzt entscheiden müssen, würde ich ablehnen, weil mir das Risiko zu hoch ist, dass mir etwas zustößt, dass ich lieber verarbeiten und vergessen als mich genau dran erinnern können will. 

7. Wie heißt der Politiker, dessen Tod durch Krankheit, Verkehrsunfall usw. Sie mit Hoffnung erfüllen könnte? Oder halten Sie keinen für unersetzbar?
Ich halte die wenigsten für unersetzbar. Mir würde ein Tod, denke ich, momentan keine Hoffnung geben; der Tod von - zum Beispiel - Kim Jong-il würde aber sicher manch anderen Menschen Hoffnung geben.

8. Wen, der tot ist, möchten Sie wiedersehen?
Meine Großmutter.

9. Wen hingegen nicht?
Weiß nicht.

10. Hätten Sie lieber einer anderen Nation (Kultur) angehört und welcher?
Ich habe nicht genug fremde Kulturen kennengelernt, um eine meiner eigenen vorzuziehen.

11. Wie alt möchten Sie werden?
Alt genug und nicht älter als nötig.

12. Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ja oder Nein.
Nein.

13. Warum nicht, wenn es Ihnen richtig erscheint?
Aus zwei Gründen: Erstens habe ich eine subjektive Sichtweise auf die Dinge und wenn viele Leute eine Sache beurteilen, wird es objektiver. Soll heißen, wenn eine große Mehrheit dagegen ist, dann ist da möglicherweise auch etwas dran. Und zweitens: Eine große Ablehnung meiner Entscheidung würde mich verunsichern.

14. Hassen Sie leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person und hassen Sie lieber allein oder im Kollektiv?
Ich hasse nicht gerne, wenn, dann aber bestimmte Einzelpersonen und je nachdem, ob es eine öffentliche Person ist oder eine, die speziell auf mein Leben Einfluss genommen hat, entsprechend gerne im Team oder allein. Allgemein jedoch geht hassen im Kollektiv leichter.

15. Wann haben Sie aufgehört zu meinen, dass Sie klüger werden oder meinen Sie's noch? Angabe des Alters.
Dass ich grade Abi gemacht habe sollte Hinweis genug auf mein Alter sein. Und ich denke, Erfahrung Wissen kann man anreichern, Klugheit aber nicht.

16. Überzeugt Sie Ihre Selbstkritik?
Hin und wieder, ja.

17. Was, meinen Sie, nimmt man Ihnen übel und was nehmen Sie selbst übel, und wenn es nicht dieselbe Sache ist: Wofür bitten Sie eher um Verzeihung?
Ich weiß nicht, was man mir übel nimmt. Das müssen mir andere sagen. Was ich mir selber übelnehme, kann man aus zirka tausend Blogeinträgen herauslesen.

18. Wenn Sie sich beiläufig vorstellen, Sie wären nicht geboren worden: beunruhigt Sie diese Vorstellung?
Nein.

19. Wenn Sie an Verstorbene denken: wünschten Sie, dass der Verstorbene zu Ihnen spricht, oder möchten Sie lieber dem Verstorbenen noch etwas sagen?
Eher ersteres, aber ich fände beides ziemlich unheimlich.

20. Lieben Sie jemand?
Lieben oder lieben? Wenn lieben, dann ja.

21. Und woraus schließen Sie das?
Dass ich die Frage vorher ehrlich beantwortet habe.

22. Gesetzt den Fall, Sie haben nie einen Menschen umgebracht, wie erklären Sie es sich, dass es nie dazu gekommen ist?
Zu wenig Hass auf einen Menschen, zu wenig Gewaltbereitschaft, zu wenig Mut. Gott sei Dank.

23. Was fehlt Ihnen zum Glück?
Die Frage will ich nicht beantworten. Aber es ist eine gesunde Mischung aus materiellen und nichtmateriellen Dingen.

24. Wofür sind Sie dankbar?
"The best things in life are the people you love, the places you've seen and the memories you've made along the way."

25. Möchten Sie lieber gestorben sein oder noch eine Zeit leben als gesundes Tier? Und als welches?
kann ich's mit der Beantwortung auf die Frage beeinflussen? Nein. Also sind tiefergehende Gedanken daran verschwendete Ressource.

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